Wertanlage

Silber als Wertanlage

Wer bisher dachte, Metalle wie Gold und Silber wären nur zu Schmuckherstellung gut, der irrt gewaltig. Denn schon seit Jahrhunderten sind solche Edelmetalle als Zahlungs- oder Tauschmittel sehr beliebt. Besonders sein Glanz und die schöne Farbe faszinieren die Menschen. Hinzu kommt die gute Formbarkeit von Silber. So werden neben Schmuckstücken auch Münzen mit verschiedenen Gravuren hergestellt. Silber ist aufgrund seiner Formbarkeit, Leitfähigkeit und Haltbarkeit ebenfalls in der Industrie sehr gefragt. Auch in der Medizin wird Silber wegen seiner keimtötenden Wirkung bei Pilzen, Viren und Bakterien eingesetzt.

Edelmetalle wie Silber und Gold haben einen relativ beständigen Wert, auch unabhängig von den Weltbörsen. Somit eignet sich Silber als Wertanlage besonders gut und ist gerade in Zeiten von Inflationen mit seinem Realwert sehr beliebt. Bisher war der Silbermarkt und somit Silber als Wertanlage eher für professionelle Anleger interessant. Doch mittlerweile trauen sich auch immer mehr Privatpersonen an den Kauf von Edelmetallen. Gerade in Zeiten der unbeständigen Währungen und Finanzmarktkrisen wird der Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber immer beliebter. Da Gold auf dem Markt nur noch schwer zu bekommen und zudem auch sehr teuer ist, weichen viele aus Silber als Geldanlage aus.
Vor dem Kauf von Silber sollte der Markt und die dort vorherrschenden Kurse und Preise für Edelmetalle über eine längere Zeit beobachtet werden, um den besten Zeitpunkt für den Kauf von Silber abzuwarten. Silber als Geldanlage kann entweder in Form von Barren bzw. Münzen oder in reinen Aktien von Minengesellschaften gekauft werden. Ein weiterer Vorteil von Silber als Geldanlage ist die Teilbarkeit des Gutes. Anders als zum Beispiel Immobilien kann Silber ein einzelnen Stücken erworben oder verkauft werden.
Anlageoptionen für diejenigen, die ihr Geld in Silber als Wertanlage investieren wollen, sind Silbermünzen, Barren oder Exchange Traded Commodities (ETC).
Bei Barren beträgt die Haltefrist ein Jahr bis zum abgabefreien Verkauf. Münzen eigenen sich nur bedingt zur Geldanlage und erhalten ihre Wert oder eine Preissteigerung meist nur über besondere Seltenheit, eine gute Prägung und einen sehr gut erhaltenen Zustand. ETCs bzw. ETFs sind Wertpapiere, die eine bestimmte Menge an Silber bedeuten, in der Regel entspricht der Basiswert einem Standardbarren von 30 kg. Diese Papiere werden an der Börse gehandelt.

Silber darstellen und an der Börse gehandelt werden. Als Basiswert eines Silber ETFs liegt in der Regel ein Standardbarren von 30 Kilogramm Silber zugrunde. Ein Anteil an einem Silber ETF entspricht meist drei Kilogramm Silber. Diese Menge Metall hat der Fondsanbieter hinterlegt. Im Gegensatz zu einem Zertifikat ist der Gegenwert des Wertpapiers tatsächlich vorhanden. Im Insolvenzfall gelten die hinterlegten Barren als Sondervermögen, das nicht in die Konkursmasse fällt. Anleger, die sich von ihren ETC/ETF trennen wollen, können wahlweise Geld oder die Auslieferung des Silbers verlangen. Allerdings sollten sie dabei berücksichtigen, dass Aufschläge für Scheide-, Schmelz- und Transportkosten anfallen. Ob die verbriefte Menge Silber wirklich vorhanden ist, lässt sich nur schwer nachprüfen. Bis jetzt ist noch kein Betrugsfall bekannt geworden. Es gibt allerdings auch ETC oder ETF, die nicht mit physischem Silber besichert sind. Dann handelt es sich um Schuldverschreibungen, deren Risiko allein der Kunde trägt. Zu den bekannten mit physischem Silber besicherten ETC gehören der iShares Silver Trust oder der ZKB Silver ETF der Zürcher Kantonalbank.