Silber Derivate

Silber Derivate

Silber Derivate sind Papiersilber. Das Verhältnis von Papiersilber zu physisch vorhandenem Silber liegt im Verhältnis von 1:100. Das heißt, dass an der Börse 100mal in Silber investiert wurde als Silber tatsächlich vorhanden war. Die Eurex (eine der weltweit größten Terminbörsen von Derivaten im Besitz von Deutschland und er Schweiz) hat bereits 2009 ihr Angebot um Silberderivate erweitert. Es handelt sich dabei um auf US Dollarbasis notierte Kontrakte mit Barausgleich. Eurex sieht darin eine sinnvolle Ergänzung zu den Gold Derivaten. Diese Termingeschäfte mit Barausgleich sind sehr beliebt, denn selten kommt es bei Derivatgeschäften zu tatsächlichen physischen Lieferungen. Allgemein erwartet man, dass Silber in Kürze steigen wird. Das spräche eindeutig für eine Investition.

So sehen viele in Silber auch eine Schutz- und Korrekturwährung gegenüber dem kriselnden Dollar. Grundsätzlich konnte man davon ausgehen, dass Gold und Silberpreise sich in gleicher Weise verhalten. Dennoch kam es zwischenzeitlich zu einem gigantischen Absturz des Silberpreises, so dass dieser jetzt erheblichen Nachholbedarf bzgl. des Wachstumspotentials hat. Viele Finanziers gehen davon aus, dass mittels Derivate der Silberpreis augenblicklich noch künstlich gedrückt werde. So hat es wegen eben dieses Verdachts auch schon Anzeigen und Untersuchungen gegen Banken gegeben. Verfahren wurden eingeleitet.

Andererseits verzeichnete der weltweit größte Silberfonds i Shares Silver Trust einen Einlagen Anstieg um 27,4 T. Man geht von einem großen und wachsenden Interesse von potentiellen Investoren aus. Beratungsfirmen haben prognostiziert, dass im Jahr 2010 214 Millionen Unzen gekauft werden würden. Das wäre so viel wie in den letzten 230 Jahren nicht mehr. Ein vielbeachteter Indikator ist der Gold/Silber-Ratio, der die Relation der Metallmarktpreise zueinander angibt. Augenblicklich könne man für den Preis von einer Unze Gold 65 Unzen Silber kaufen, während die eigentliche Relation 1:16,5 Unzen sei. Darin zeige sich die Wachstumsmöglichkeit.

Kritiker dieser Prognosen behaupten, dass das Ungleichgewicht zwischen Derivaten und physisch existierenden Werten schon immer bestand.